Wettertrupps
| Deckname | von | bis | Ort | Leiter | Anmerkungen |
| ? | 06.10.44 auslaufen 12.10.44 eintreffen | entf. | Hopen- Inseln | unbekannt | U 636 landet kleine Wettertruppe auf den Hopen-Inseln |
| „Bassgeiger“ | 27.08.43 auslaufen | 16226 | Nordspitze der Shannoninsel | Dr. Heinrich Schatz | Das Wetterschiff „Coburg“ friert im Eis ein. Arbeitsbeginn von „Bassgeiger“ gegen Ende Sept. 43. Aufbau mühsam, schlechtes Wetter. Versorgung aus der Luft 12.02.44 und 14.03.44. Am 11.04.44 kommt es zu einer milit. Konfrontation mit einer dän. Schlittenpatroullie. Am 05.05.44 aufgabe der Station in Pos. 75°17’N/17°35’O. Eine Ju 290 holt 26 Mann (Wettertrupp und Bootsbesatzung) am 03.06.44 ab und fliegt nach Droback/Norwegen. |
| „Christian“ | 06.12.1943 | entf. | Bäreninsel | entf. | U 713, Aufbau einer autom. Wetterstation |
| „Dietrich“ | 06.09.42 auslaufen | entf. | Bäreninsel | entf. | U 355 installiert eine automatische Wetterstation |
| „Edelweiss I“ | 20.08.44 auslaufen | US – Gefangenschaft 01.09.44 | Ostgrönland, Koldeyey-Inseln | Dr. G. Weiss | U 703 bringt zusammen mit dem Wetterschiff „Khedingen“ die Mannschaft von Edelweiss. Wird durch den amerik. Küstenwache Kutter Northland (WPG-49) abgefangen. Die „Khedingen“ versenkt sich selbst vor Great Koldeyey Island, auf Grönland. U-703 hat wegen den Eisschollen keine Möglichkeit eines Angriffes auf den amerik. Kutter. Überlebende in Gefangenschaft Foto in „Seekrieg 1939 – 1945“ auf Seite 309 |
| „Edelweiss II“ | 26.09.44 auslaufen | US – Gefangenschaft 04.10.44 | Ostgrönland, Koldeyey-Inseln, 76°41‘N/ 18°50‘W | Dr. K. Schmid | Mit WBS „Exernsteine“ und U 965. In der Nacht vom 3./4. Oktober landen ca. 200 Soldaten der Coast Guards mit den Eisbrechern „Eastwind“ (WAG-279) und „Southwind“ (WAG-280)auf der Insel Koldeway (Ostgrönland). 11 Männer inkl. deren Leiter Dr. K. Schmid werden gefangen. Am 16.10. wird das Wetterschiff „Externsteine“ mit ca. 49 Männer an Bord vor dem Kap Borgen bei den Shannon-Inseln, entdeckt, gekapert und nach Bosten gebracht. |
| „Edwin III“ | Jul 44 | entf. | Nordspitzbergen | entf. | U 737 installiert eine automatische Wetterstation |
| „Edwin“ | 22.11.42 auslaufen | 25.12.42 Arbeit aufgenommen | Spitzbergen | entf. | U 657 installiert eine automatische Wetterstation |
| „Erich“ | Sept/ Okt. 44 | entf. | Nowaja Semlja | entf. | U 387 errichtet in der Zeit Sept. – Okt. 44 auf Novaya Semlja eine automatische Wetterstation |
| „Ernst“ | Aug 44 | entf. | nördlich vor Island | entf. | U 703 setzt nördlich von Island eine autom. Wetterboje |
| „Gerhard“ | 17.08.43 auslaufen /22.08.43 installiert | entf. | Nowaja Semlja | entf. | U 703 installiert eine automatische Wetterstation |
| „Haudegen“ | 09.09.44 auslaufen / 13.09.44 eintreffen | 04.09.1945 | Spitzbergen, Signehamma | Dr. Wilhelm Dege | Das Unternehmen, in Begleitung von U 307 und dem ehemaligen Fischdampfer WBS 3 "Carl J. Bush" landete 80 Tonnen Material für zwei Winter, 3000 verschiedene Ausrüstungsgegenstände in 1800 Kisten verpackt. Start war am 09.09.44 in Hammerfest. Am 21.08.45 erinnert man sich in Oslo an den Wettertrupp "Haudegen" Zwei Tage nach der Kapitulation von Japan und damit dem offiziellen Ende des II. Weltkrieges, kapituliert Dr. W. Dege mit seinen Männern am 04.09.45 vor dem Kapitän der "Blåsel", einem norwegischen Robbenfänger-Boot. Rückkehr Tromsö am 13.09.45. Bilder in "Seekrieg 1939 - 1945" auf den Seiten 312/313/340/343 |
| „Hermann“ | Jul 44 | entf. | Bäreninsel | entf. | U 737 installiert eine automatische Wetterstation |
| „Holzauge“ | 22.08.1942 | entf. | Grönland, Sabineninsel | Dr. G. Weiss | Die Gruppe hatte ein Gefecht mit einer dänischen Schlittenpatrouille. Das im Packeis festsitzende Wetterschiff „Sachsen“ wird durch amerik. Bomber versenkt. Die Überlebenden werden am 17.06.43 durch eine DO 26 V6 inkl. den Hunden ausgeflogen. Foto in „Seekrieg 1939 – 1945 auf Seite 263 |
| „Knospe“ | 25.09.41 auslaufen / 15.10.41 Arbeitsbeginn | Arbeitet bis Ende Juli 42/ 24.08.42 | Spitzbergen, in der Nähe des Lillehöökfjord | Prof. Hans Robert Knöspel | Hilfsschiffe der Kriegsmarine bringen den Trupp auf Spitzbergen. DurchU 435 abgeholt |
| „Kreuzritter“ | 02.10.43 auslaufen /07.10.43 Arbeitsbeginn | 01.07.44 erfolgt Rückreise | Spitzbergen, Liefde-Fjord | Prof. Hans Robert Knöspel | WBS 3 “Carl J. Busch“ und U 355 bringen die Crew nach Spitzbergen. Weitere Versorgung erfolgt durch die Luftwaffe. Durch U 737 werden sie abgeholt (24.06.- 09.07.44). Bei der Räumung der Station kommt der Leiter Dr. Prof. Dr. Köspel durch eine Mine ums Leben. Die Minen wurden um eine zurückbleibende autom. Wetterstation ausgelegt. Diese Station arbeitete nach dem Verlassen der Crew einwandfrei weiter. |
| „Kurt“ | 18.09.43 auslaufen / 21.10.43 eintreffen | entf. | Neufundland | entf. | U 537 errichtet am 22.10.43 an der Nordostküste von Labrador eine autom. Wettersende-Station "WFL 26". Diese wurde erst 38 Jahre später durch einen Zufall entdeckt. Eine zweite gleiche Anlage sollte durch U 867 im Sept. 44 installiert werden. Boot wurde aber am 19.09.44 versenkt |
| „Landvik“ | 12.10.44 auslaufen | entf. | Spitzbergen | entf. | U 365 landet den Wettertrupp „Landvik“. U 636 versorgt den Trupp im Dezember 44 mit Material und Lebensmitteln. „Landvik“ erlebt unbeschadet das Kriegsende |
| „Nussbaum“ | 07.10.42 auslaufen | ab 26.06.43 erfolgt die Rückreise | Gleicher Ort wie „Knospe“ | Dr.Franz Nusser | Die Crew und das Material wird durch U 377 in zwei Fahrten nach dem Lillehöökfjord gebracht. im Juni 43 kommt es zu milit. Kontakt mit einer alliierten Patrouille. Nach einem Hilferuf wird die Crew durch U 625 und U 302 abgeholt. Die Station muss aufgegeben werden. |
| „Robert“ | 03.07.43 auslaufen | entf. | Bäreninsel | entf. | U 629 baut eine automatische Wetterstation auf |
| „Schatzgräber“ | 18.09.43 auslaufen | Ende Mai 44 | Franz- Joseph- Land | unbekannt | U 387 Begleitet zusammen mit Fischdampfer „Khedingen“ den Wettertupp. Diese Station arbeitet bis Ende Mai 44 einwandfrei. Die Erkrankung des Peronals an Trichinose nach dem Verzehr von erlegtem Eisbärenfleich zwingt zur Aufgabe des Unternehmens. Die Männer werden durch die Luftwaffe mit einer FW 200 abgeholt. |
| „Svartisen“ | 25.10.43 auslaufen | 22.07.44 Rückreise | Hopen – Inseln | unbekannt | Hin- und Rückreise durch U 354 |
| „Taaget“ | 25.11.44 auslaufen 28.11.44 eintreffen | 17.04.45 Rückkehr | Bäreninsel | entf. | U 1163 landet den Wettertrupp „Taaget“ auf der Bäreninsel. Im Januar 45 versorgt U 992 den Wettertrupp mit Lebensmitteln und Material. U 668 evakuiert im April 45 den Wettertrupp. Rückkehr am 17.04.45 in Narvik |
| „Walther“ | 28.09.1944 | entf. | Jan- Mayen | entf. | U 992, Aufbau einer autom. Wetterstation |
| „Weidmannsheil“ | 12.11.44 auslaufen | entf. | Fästorna/ Aalandsinseln | entf. | U 1165 setzt vor Hangö und Reval je eine autom. Wetterboje aus und richtet die Wetterstation „Weidmannsheil“ auf Fästorna/Aalandsinseln ein |
| „Wilhelm“ | Dez 44 | entf. | Nordkap | entf. | U 1163 baut eine automatische Wetterstation auf |
Übersicht der Einsätze als Wetterboote oder im Dienste von Wettertrupps
U 302
Boot holt zusammen mit U 625 am 26.06.43 auf Spitzbergen den Wettertrupp "Nussbaum"
ab. Sickel hatte mit Erfolg den Geleitzug SC-156 angegriffen und zwei Frachter
"Ruth 1" und South America" versenkt. Beim Anlaufen der Fregatte
"Swale" machte der U-Kdt keinen Versuch anzugreifen sondern suchte
die Tiefe von 150 Meter auf und lief einen geraden Kurs. Die Fregatte feuerte
bei zwei Angriffen "Hedgehog".
U 307
Unternehmen "Schneehuhn". Das Boot lief am 04.08.44 von Hammerfest
in Richtung Spitzbergen aus. An Bord waren 11 Männer eines Kdo-Unternehmen
mit Auftrag auf Spitzbergen Produktionsanlagen und Flak-Stellungen auszuschalten.
Spitzbergen wurde am 06.08. erreicht und Boot lief in den Sassenfjord ein. Nach
diversen erfolgreichen Einsätzen an verschiedenen Punkten der Insel, lief
das Boot am 23.08. in Hammerfest ein. Am nächsten Tag Weiterfahrt nach
Narvik und anschliessend am 31.08. in Tromsö. Boot läuft am 09.09.44
aus Tromsö aus. Begleitschutz für das WBS 3 "Carl J. Busch"
und den Wettertrupp "Haudegen". Trifft am 13.09. 44 in Nordostspitzbergen
ein und steht für 14 Tage Dr. Dege zur Erkundung zur Verfügung. Rückmarsch
mit WBS 3 "Carl J. Busch" ab 27.09.44 nach Drontheim. Foto des WBS
3 "Carl J. Busch" und Dr. Wilhelm Dege in "Seekrieg" auf
Seite 312/313. Das Boot stand zu dieser Zeit unter dem Kdo von Obltn. Herrle.
Siehe "Der andere Auftrag", Seite 95-97. Boot erwartete den Konvoi
RA-66. Wurde aufgespürt durch die brit. Fregatte "Loch Insh"
und versenkt mit Wabo. Zwei Tage nach der Kapitulation von Japan und damit dem
offiziellen Ende des II. Weltkrieges, kapituliert Dr. W. Dege mit seinen Männern
am 04.09.45 vor dem Kapitän der "Blåsel", einem norwegischen
Robbenfänger-Boot. Rückkehr Tromsö am 13.09.45. Hierzu Fotos
in Buch "Seekrieg" Seite 340 und 343. Foto des Bootes anlässlich
des Unternehmens "Schneehun" in "der andere Auftrag" auf
Seite 231.
U 354
Fähnrich Horst Mayen wird am 11.11.42 von Bord gespült. Der Maschinenmaat
Helmut Richter nimmt sich am 12.03.43 an Bord das Leben. Läuft am 25.10.43
mit dem Wettertrupp "Svartisen" aus Tromsö aus. Dieser Trupp
wird bis 22.07.44 Wetterdaten von den Hope-Inseln senden. Holt im Nov. 43 die
restlichen russ. Seeleute der am 05.11.42 durch eine Ju-88 versenkten "Dekrabrist"
von den Hope-Inseln ab. U 354 nimmt am 22.07.44 die Leute der Station "Svartisen"
wieder auf und bringt diese nach Narvik zurück. Boot versenkte am 22.08.44
vor dem Nordkap die brit. Fregatte "Bickerton" und beschädigte
gleichentags den kan. Begleitträger "Nabob". Boot war am JW-59,
wurde durch die Fregatte "Mermaid" entdeckt, U 354 schoss zwei "Zaunkönige"
ab die hinter der Fregatte detonierten. Trotz schlechten Bedingungen und gutem
Ausweichmanöver von U 354, unternahm die "Mermaid" drei Durchläufe
mit Wabowürfen. Nach dem dritten Durchlauf stieg Oel auf, das sich im Laufe
von 12 Stunden zu einem 10 Quadratkilometer grossen Teppich ausbreitete.
U 355
Verschollen. Errichtet im September 1943 auf der Bäreninsel eine automatische
Wetterstation "Dietrich". Danach erfolgt der Auftrag Wettertrupp "Kreuzritter"
auf Spitzbergen, zusammen mit dem WBS 3 "Carl J. Busch" am 07.10.43.
Dieser Trupp soll bis Juli 44 im Liefde-Fjord (Spitzbergen) verbleiben. Weitere
Versorgungen erfolgen durch die Luftwaffe. Das Boot gab am Geleitzug JW-58 am
01.04.44 ein letztes Signal ab. Seit diesem Tag gilt das Boot als verschollen.
Am 04.04.44 wird es offiziell als Vermisst erklärt.
U 365
Mit dem Auslaufen am 12.10.44 aus Tromsö, bringt das Boot den Wettertrupp
"Landvik" nach Spitzbergen. Boot war am RA-62. Versenkt durch zwei
"Swordfish" des Trägers "Campania"
U 377
Boot wird am 22.09.43 durch eine "Liberator" der Sqn. 10 angegriffen.
Dabei wird Kdt Kluth verletzt. Die Mission wird abgebrochen und unter dem Kdo
des 1.WO Gerke erfolgt die Rückkehr am 10.10.43 nach Brest. Verschollen
seit Januar 44. Das Boot versenkte sich vermutlich mittels eines "Zaunkönigs"
selber, sogenannter "Kreisläufer". Der Angriff galt einem Schiff
der Sicherungsgruppe um den Träger "Santee". Das Boot setzte
noch einen verstümmelten Funkspruch ab der vom BdU und den Engländern
empfangen wurde. Gemäss "U-Boote gegen England" soll im Frühjahr
42 durch U 377 auf Spitzbergen eine erste automatische Wetterstation aufgebaut
worden sein. Diese stellte schon nach kurzer Zeit wegen Eisbildung ihre Tätigkeit
ein. Hierfür kommt eigentlich nur das Auslaufen aus Narvik am 05.04.42
und Rückkehr nach Narvik in Betracht. Boot setzt unter Köhler am 15.10.42
den Wettertrupp "Nussbaum" (Dr. Nusser) in Signehamma auf Spitzbergen
als Ablösung für den Wettertrupp "Knospe" an Land (Wettertrupp
"Knospe", 25.09.41-24.08.42). Der Wettertrupp "Nussbaum"
wird am 26.06.43 durch U 625 und U 302 abgeholt. In Buch "U-Boote gegen
England" Fotos des Bootes auf den Seiten 21, 22, 27-29, 85, 87, 89, 91,
94, 96 und 101. Foto der Equipe "Nussbaum" in "U-Boote gegen
England", Seite 94.
U 387
Begleitet ab dem 18.09.43 den Fischdampfer "Khedingen" mit dem Wettertupp
"Schatzgräber" nach Franz-Josef-Land. Diese Station arbeitet
bis Ende Mai 44 einwandfrei. Die Erkrankung des Personals an Trichinose nach
dem Verzehr von erlegtem Eisbärenfleich zwingt zur Aufgabe des Unternehmens.
Die Männer werden durch die Luftwaffe mit einer FW 200 abgeholt. Errichtet
in der Zeit Sept. - Okt. 44 auf Novaya Semlja die automatische Wetterstation
"Erich". Versenkt durch die brit. Fregatte "Bamborough Castle"
U 435
Das Boot holt am 24.08.42 den Wettertrupp "Knospe" in Signehamma auf
Spitzbergen ab. Versenkte am 20.09.42 aus einem Konvoi den brit. Minensucher
"Leda". Das Überwasser laufende Boot wurde ohne Gegenwehr durch
eine "Wellington" versenkt. Nach dem Abwurf von vier Wabo wurde das
Boot durch zwei Explosionen entzweigerissen und sank.
U 537
War ein "Monsunboot". Boot verliess am 18.09.43 Kiel. Der Auftrag
beinhaltete den Aufbau einer autom. Wetterstation, "WFL 26", in der
Martin Bay, an der Nordostküste von Labrador. Die Aktion verlief unter
dem Decknamen "Kurt", benannt nach dem Meteorologen Dr. Kurt Sommermeyer,
der ebenfalls an Bord war. Das ganze Unternehmen wurde unter grösster Geheimhaltung
durchgeführt. Nur wenige Menschen waren in das Projekt eingeweiht worden.
Die Station wurde nach Ankunft am 21.10.43 aufgebaut. Die Aufstellung der Anlage
erfolgte 365 m landeinwärts auf einem 52 m hohen Hügel. Sie Bestand
aus einem 150 Watt Sendeteil (Lorenz 159FK) , die Speisung erfolgt durch Nickel-Cadmium-
und Trockenzellenbatterien. Die Anlage umfasste 10 zylindrischen Behälter
mit je 150 cm Durchmesser und ca. 110 kg Gewicht. Die Funkmeldungen erfolgten
in Abständen von 3 Stunden, verschlüsselt und komprimiert auf der
Frequenz 3940 kHz. Die Sendezeit betrug 120", dies nach einer Vorwährmezeit
von 60". Am 23.10.43 um 17.40h erfolgte der Funktionstest. Unmittelbar
danach verliess das Boot den Ort. Die Anlage funktionierte einige Tag gut, danach
stellte diese infolge eines Defektes den Betrieb ein. Nach einer erfolglosen
Jagd Rückkehr des Bootes nach Lorient am 08.12.43. Erst 38 Jahre später,
am 21. Juli 1981, wurde die Anlage durch die kan. Coast Card entdeckt. In den
späten 70er Jahren stiess der pensionierte Mitarbeiter Franz Selinger der
Firma Siemens auf Papiere und techn. Unterlagen aus der Zeit als Dr. Sommermayer
dieses Projekt entwickelte. Anhand der Unterlagen konnte aber zuerst nicht festgestellt
werden an welchem geographischen Standort die Anlage installiert worden war.
Mit Hilfe des Sohnes von Dr. Sommermayer und Jürgen Rohweder, wurden anhand
von Fotos und dem Logbuch von U 537 die Küste von Labrador identifiziert.
Franz Selinger schrieb danach den offiziellen Historiker Douglas Adams an. Anhand
der gelieferten Dokumentationen erfolgte dann eine gezielte Suche. Siehe auch
auf Seite 283, 284 und 295 von "U-Boote gegen Kanada
U 625
Boot holt am 26.06.43 auf Spitzbergen zusammen mit U 302 den Wettertrupp "Nussbaum"
ab. Versenkt durch eine "Sunderland" der RCAF. Die Mehrzahl der Seeleute
ging in die Schlauchboote, doch keiner überlebte. Bei einem Angriff am
02.01.44 durch zwei "Liberator" (RAF Sqn 224/C/G) wurde Kptltn. Benker
Hans und ein Besatzungsmitglied über Bord gespült und ertranken. Das
Boot musste sein Unternehmen abbrechen und lief am 06.01.44 wieder in Brest
ein. Foto in "Zu Tode gesiegt" auf Seite 241
U 629
Im Juli 1943 errichtet die Mannschaft des Bootes auf der Bäreninsel eine
automatische Wetterstation "Robert". Die Rückkehr erfolgt nach
Narvik via Hammerfest-Tromsö. Vermutlich erfolgte der Angriff auf dieses
Boot durch eine brit. "B-24" L der 53. Sq Die frühere Version
"Boot wurde mit Radar erfasst und bei hellem Mondschein angegriffen und
mit sechs Wabo versenkt" gilt nicht. Dieser Angriff galt U 441, das dabei
versenkt wurde! Siehe auch unter U 373.
U 636
Landet am 12.10.44 einen kleinen Wettertrupp auf die Hopen-Inseln. Versorgt
im Dezember 44 den Wettertupp "Landvik". Dieser Wettertrupp übersteht
das Kreigsende unbeschadet. Versenkt durch die brit. Fregatten "Bazely",
"Drury" und "Bentink"
U 657
Am 14.12.41 erleidet der Kdt Obltn. Hans-Jürgen Radke tödliche Verletzungen
beim Brand auf dem Wohnschiff "Black Prince". Bei diesem Brand verlieren
total 28 Männer ihr Leben. In Trondheim kommt bei einem Unfall am 14.04.42
Fähnrich Alfred von Tirpiz ums Leben. Am 22.11.42 verlässt das Boot
Narvik in Richtung Spitzbergen. Eine automatische Wetterstation "Edwin"
wird ausgesetzt. Deren Erfolgsmeldung trifft am 25.12.42 beim Flottenkommando
Narvik ein. Versenkt durch die brit. Fregatte "Swale"
U 668
Am 14.12.41 erleidet der Kdt Obltn. Hans-Jürgen Radke tödliche Verletzungen
beim Brand auf dem Wohnschiff "Black Prince". Bei diesem Brand verlieren
total 28 Männer ihr Leben. In Trondheim kommt bei einem Unfall am 14.04.42
Fähnrich Alfred von Tirpiz ums Leben. Am 22.11.42 verlässt das Boot
Narvik in Richtung Spitzbergen. Eine automatische Wetterstation "Edwin"
wird ausgesetzt. Deren Erfolgsmeldung trifft am 25.12.42 beim Flottenkommando
Narvik ein. Versenkt durch die brit. Fregatte "Swale"
U 668
Wegen der militärischen Lage wird Ende März beschlossen den Wetterupp
"Taaget" aufzulösen. Das Boot holt die Männer von der Bäreninsel
ab und kehrt am 17.04.45 nach Narvik zurück. Henning übernahm das
Kdo Anfangs Mai 45 weil von Eckstedt beim Skifahren ein Bein gebrochen hatte.
Obltn. Boot verliess am 16.05.45 Narvik und kapitulierte auf offener See. Danach
Einfahrt nach Loch Eriboll. Am 21.05.45 von Loch Eriboll nach Moville für
Operation "Deadlight". Boot versinkt im Schlepp am 31.12.45 aus unbekannten
Gründen.
U 703
Verschollen. Bei einem Luftangriff am 01.03.44 werden drei Männer ( Bootsmaat
Erich Junker, Maschinengefreiter Heinz Schade und Funkobermaat Paul Kretschmar,
er verstirbt am 07.03.) getötet und weitere drei verwundet. Das stark beschädigte
Boot fährt am 03.03 in Narvik ein. Installiert am 22.08.43 auf Nowaja Semlja
die automatische Wetterstation "Gerhard". Am 05.11.42 hatte eine Ju-88
der Luftwaffe den sowjet. Dampfer "Dekrabris" versenkt. Der Mannschaft
gelang es mit Material und Proviant das Festland auf den Hopen-Inseln zu erreichen.
Am 01.05.43 wurden die Männer durch eine He-111 entdeckt. In mehreren Flügen
werden ihnen Proviant abgeworfen. Nun passiert U 703 diesen Standort, gibt Proviant
ab und nimmt den Kapitän der Schiffbrüchigen an Bord. Siehe auch U
354. Begleitet im August 1944 das Wetterbeobachtungsschiff "Kehdingen"
mit dem Wettertrupp "Edelweiss 1" nach Ostgrönland. Am 01.09.44
wird die "Kehdingen" überrascht durch das Erscheinen des US-Coast-Guard-Schiff
"Northland" (WPG-49). Von U 703 abgefeuerte Torpedos detonieren vorzeitig
im Treibeis. Die "Kehdingen" wird selbstversenkt der Trupp "Edelweiss"
ergibt sich den Amerikanern. U 703 setzt sich kampflos ab. Wetterboje "Ernst"
nördlich von Island (64°N/15°W) am 10.09.44 ausgesetzt. Torpediert
am 20.09.43 den brit. Zerstörer "Somali". Vermutlich ist das
Boot am 21.09.44 auf eine Mine gelaufen. Foto von Boot im Trockendock, in "Vom
Original zum Modell, U-Typ VII C", Seite 31. In Buch "U 995",
Fotos von Kdt auf Seite 96. Foto der Gefangennahme der Wettertruppmänner
in Buch "Seekrieg" auf Seite 309.
U 713
Installiert am 06.12.43 die automatische Wetterstation "Christian"
auf der Bäreninsel. Boot war am JW-57. Gesichtet wurde das Boot durch eine
"Swordfish". Diese meldete das Boot dem brit. Zerstörer "Keppel"
der das Boot versenkte.
U 737
Das Boot holt am 01.07.44 die 12 Männer des Wettertrupps "Kreuzritter"
im Liefde-Fjord (Spitzbergen) ab. Die Männer waren seit 07.10.43 dort stationiert.
Der Leiter des Trupps, Dr. Hans Robert Knöspel wird beim Räumen der
Station durch eigens ausgelegte Mine getötet. Kollision: am 19.12.44 mit
deutschem Minenräumer "MRS 25". Gesunken.
U 855
Verschollen. Beim Rückmarsch von einer Wetterpatrouille meldete sich das
Boot zum letzten Mal am 11.09.44. Boot konnte nach gekoppelten Kurs am 17./18.09.44
in ein Minenfeld geraten sein. Frühere Angaben von einer Versenkung durch
eine brit. "B-24" treffen nicht zu. Dieser Angriff galt U 763, dieses
erleidet nur leichte Schäden.
U 867
Auf diesem Boot wird das erste Mal die automatische Schwebeanlage der Fa. ASKANIA
für den Einbau in die Typen XXI getestet. War auf dem Marsch nach Labrador
zur Installation einer zweiten automatischen Wetterstation. Siehe bei U 537.
Das Boot lag seit dem 17.09.44 mit einer Dieselpanne tauchunklar und erwartete
Hilfe durch die Boote U 218, 1228 und 858. Wurde mittels Radar der "Liberator"
Q des RAF-Geschwader 224 entdeckt und mit sechs Wabo trotz heftiger Gegenwehr
angegriffen. Die Summe aller Schäden bewog nun den Kdt das Boot selbst
zu versenken. Besatzung verliess das sinkende Boot. In mehreren Schlauchbooten
trieben ca. 50 Überlebende. Leiche des Kdt und sieben weiteren Besatzungsmitglieder
wurde später in Norwegen an Land gespült.
U 956
Läuft am 08.01.44 aus Narvik aus zur Begleitung des Wetterschiffes WBS
"Hessen" mit Ziel Skjomen-Fjord. Versenkte am 25.02.44 den brit. Zerstörer
"Mahratta" im Nordmeer. Boot kapitulierte am 13.05.45 in Loch Eriboll.
Am 13.05.45 von Loch Eriboll nach Loch Ryan für Operation "Deadlight".
U 965
Der 2. WO, Ltn Gustav-Günther Schoop fällt am 06.02.44 von Bord und
ertrinkt. Am 20.07.44 fällt der Matrosenhauptgefreite Willibald Niederle
bei einem Luftangriff und ein Mann wird verwundet. Am 22.08.44 erfolgt ein Angriff
durch zwei "Wildcats", drei Männer werden getötet und acht
werden verwundet. Gefallen sind der Bootsmaat Kurt Pesch, Matrosenobergefreite
Heinz Schade und der Maschinengefreite Thiel. Verlässt am 26.09.44 Trömsö
zur Begeleitung des Wetterschiffes WBS "Exersteine" für Wetterunternehmen
"Edelweiss 2" nach Ostgrönland (Koldeyey-Inseln). Rund 200 amerikanische
Marineinfanteristen nehmen die 11 Männer am 04.10.44 gefangen. Bei der
Kaperung von WBS "Exersteine" am 16.10.44 durch den Eisbrecher der
amerikanischen Coast Guard "Eastwind" (WAG-279) unterstützt durch
das Schwesterschiff "Southwind" (WAG-280) greift U 965 nicht ein.
Boot war am Konvoi EN-83. Durch Wabo der brit. Fregatten "Conn" und
"Rupert" versenkt.
U 992
Errichtet am 28.09.44 auf der Insel Jan-Mayen die automatische Wetterstation
"Walther". Auf einer Versorgungsfahrt wird am 16.01.45 dem Wettertrupp
"Taaget" Nachschub gebracht. Am 16.05.45 von Narvik nach Loch Ryan
für Operation "Deadlight".
U 1163
Bringt in der Zeit vom 25.11. - 16.12.44 den Wettertupp "Taaget" zur
Bäreninsel (Anlandung am 28.11.44) und stellt am Nordkap die Wetterstation
"Wilhelm" auf. Am 29.05.45 von Kristiansand-Süd nach Loch Ryan
für Operation "Deadlight".
U 1165
In der Zeit zwischen 12. und 25. November 44 setzt das Boot vor Hangö und
Reval zwei automatische Wetterbojen aus. Gleichzeitig wird die Wetterstation
"Weidmannsheil" auf den Fastorna/Aalandsinseln eingerichtet. Am 16.05.45
von Narvik nach Loch Ryan für Operation "Deadlight".
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